für Küche und Teeproduktion haben jetzt endlich den Weg ins Haus gefunden.Büscheln von Ananas-, Mandarinen- und Honigmelonensalbei und Zitronenverbene, Liebstöckel, kiloweise Petersilie und etwas Schnittsellerie, diverse Minzen, der noch immer blühende Boretsch mit seinen blauen Sternen und sogar noch Estragon, der den ersten Reif gut versteckt in den noch dicht belaubten Raublattastern überlebt hat türmen sich hinter und auf unserem Essplatz.
Wir haben mehrere Kräuterplätze in unserem Garten, deren Standort sich einerseits nach den Bedürfnissen der Pflanzen und andererseits nach unseren eigenen angelegt sind.
Typische Küchenkräuter sind näher am Haus, Heil- und Teepflanzen weiter entfernt.Der Alant streckt seine Blüten mitten im Hof zum Himmel und erfreut mich jedes Mal, wenn ich aus dem Küchenfenster sehe.Aber auch die Pflanzen selbst haben da ihr Mitspracherecht.
Wenn sie irgendwo aufgehen und sich wohl fühlen, dann belassen wir sie auch dort.
Zwischen unserem Gemüse werden von uns aber auch Kräuter gesät und die sich ansiedelnden Wildkräuter ebenfalls zwecks Bodendeckung belassen.
Hier rechts seht ihr so ein Mischkulturbeet.

Das Jahr läuft für uns zur Zeit nur so dahin. Bedingt durch das Wetter haben sich viele Außenarbeiten immer mehr verschoben.
Zu bei kaltem Wetter im Regen Gemüse ausgraben oder Grabarbeiten durchführen konnten wir uns bis jetzt nicht durchringen. Es gab ja auch immer noch genug Dinge im Haus, die erledigt werden wollten und noch unsere Jüngste, der auch langweilig war, wenn sie wegen dem Wetter nicht hinaus wollte. So setzten wir uns zusammen, musizierten gemeinsam und spielten Brettspiele.
Aber zurück zu den Kräutern. Wir hatten ja heuer sehr viel Teepflanzen angebaut und fragten uns, wie wir sie trocknen könnten. Die Lösung war, knapp unter der Decke kleine Hacken einzuschrauben und sie darauf büschelweise aufzuhängen.Andere Heilpflanzen wie z.Bsp. Johanniskraut, Ringelblume, Käspappel und Kornblume oder auch Brennnessel habe ich das ganze Jahr über gesammelt und zum Trocknen aufgelegt.
Deren Weiterverarbeitung folgt dann laufend je nach Bedarf. Jetzt ist unser Essraum begrünt und duftet ganz intensiv. :-)
Auf diese Weise kann auch jeder Stadtmensch sich selbst mit frischen Gewürzen versorgen.
Auch Rosmarien gedeiht gut im Blumentopf am Fensterbrett und schmeckt viel besser als gekaufter getrockneter. Ich selbst praktizierte das auch schon als Jugendliche, weil ich wissen wollte, was man so alles am Fensterbrett hochziehen kann. So pflanzte ich auch Paradeiser zur Gelsenabwehr in Töpfe, die ich ans Fenster stellte. Ich hab mich dann wie ein kleines Kind über Weihnachten gefreut, als sie dann auch noch Früchte trugen. Entdecke die Möglichkeiten ... :-)
http://www.use-roses.com
Hallo Ulrike,
AntwortenLöschenvielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Sehr interessant. Wenn wir mehr als nur einen Stadtgarten haben, will ich auch unbedingt Laufenten haben. inde die gefiederten Gesellen zu putzig.
Fressen sie denn viel vom Gemüse oder hält es sich in Grenzen? Ich denke, dass was die Schnecken sonst an Schaden fabriziert haben, war schlimmer, oder?
LG aus dem grünen Himmel,
Annika
Wir haben übrigens in diesem Jahr auch ser viele Kräuter angebaut oder wild gesammelt und zu tollen Tees zusammengestellt.
AntwortenLöschenHerrlich!!!!
Leider habe ich wenig bis keinen frostfreien Platz um einige Kräuter zu überwintern....
Kannst du mir sagen, wie die gelb-blühende Pflanze rechts auf dem zweiten Bild heißt?
Nochmal LG ;-)
Hallo Annika,
AntwortenLöschenich vermute, das hängt vom Nahrungsangebot ab. Bis zu diesem Sommer hatten wir drei auf unseren 4000m², da haben sie sich eigentlich nur um die Schnecken gekümmert und Wiesenkräuter gezupft. Die Erdbeeren habe ich mit einem Netz abgedeckt gehabt und selbst der Salat war uninteressant für sie, da ein großes Angebot an Löwenzahn da war. Heuer kam ein Entchen aus Eigenbrut dazu und seit dieser kleine Frechdachs da ist wird alles gekostet. Der Salatnachbau hat daran glauben müssen - den werden wir in Zukunft wohl auch abdecken - und auch krauser Kohl und auch eine russische Blattkohlart deren Namen ich leider momentan nicht parat habe wird von ihnen im unteren Bereich abgeerntet. Ebenso haben sie ihre Liebe zum Mangold entdeckt, den habe ich abdecken müssen sonst wäre er weg gewesen. Aber das alles erst wie gesagt seit unser Jungentchen auf der Welt ist. Seit dem gab es dann kaum noch Schnecken und andere Wiesenleckereien. Schlussfolgerung: 4 sind wahrscheinlich zu viele und sicher ist, das Jungtiere in ihrer Neugier einfach alles fressen, die Alten ziehen dann mit. Es sind sogar zwei Bilsenkrautpflanzen komplett in ihrem Magen verschwunden.
Ich persönlich werde noch bis nächstes Frühjahr beobachten, wie sich das weiter entwickelt und überlege dann, ob ich für die Kleine ein gutes neues Zuhause suche. Der Erfahrung nach ändert sich nämlich ihr Verhalten nach der "Rüppelphase".
Eines gebe ich noch zu bedenken mit: Laufentenmädel sind ziehliche Schreihälse, die laut artikulieren, wenn sie irgendwo hinaus, hinein oder sonst irgendetwas von dir wollen wie zum Beispiel zusätzliches Futter. Anfangs waren sie sogar der Meinung, dass ich ihnene die Schnecken suchen sollte und ihnen zuwerfen. Also aufpassen, wer dann wen "erzieht" ;-)
Zu den gelbblühenden Pflanzen am Foto:
oben links: Alant
oben rechts: Königskerze
unten rechts: Frauenmantel
Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben,
liebe Grüße, Ulrike
Danke für deine ausführliche Antwort!
AntwortenLöschenUnd ja: Du hast mir weitergeholfen.
LG
Annika