Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen auf unserem Blog. Hier stellen wir ergänzend zu unserer Homepage Artikel zu folgenden Themen ein:
* Selbstversorgung aus dem eigenen Garten
* Selbstbewusstes Leben im bewussten Sein
* Kreatives Leben im bewussten Sein
* Gedanken und Berichte aus unserem Leben

Sonntag, 8. Januar 2012

Um-Lager-ung und Forelle "grün"

Heute war Minimonster seit längerem wieder einmal ohne uns unterwegs und wir haben mit dem Umbau unserer ehemaligen Garage in ein Lager und einen Verkaufsraum jede Menge zu tun gehabt. Die letzten Tage waren wir mit entrümpeln beschäftigt. Tonnenweise angesammeltes Wertvolles, teilweise sogar noch von meinen Großeltern. Es fanden sich Rohre, Kartons, alte löchrige Sonnenschirme, Fahrradteile, Bretter, zerlegte Betten, und, und, und .. .

Und so sortierten wir stundenlang noch brauchbares von „ab zur Mülldeponie“. Unsere Nachbarin freute sich sehr, dass sie uns auch noch ihren alten Staubsauger zum Entsorgen mitgeben konnte. Heute haben wir das „Gerippe“ für die Abteilung aufgestellt. Viel Zeit zum Kochen gab’s da nicht. Deshalb entschloss ich mich – auch in Hinblick darauf, mal nur für Fischesser zu kochen - Forelle „grün“ zu kreieren.

Der Kohl im Garten lachte mich nämlich im Sonnenlicht so herrlich an und die Petersilie hatte auch wieder frisch ausgetrieben. Und da waren dann noch reife Kiwis im Obstkorb – auch grün! Beschluss: Grün zu grün gesellt sich gern, also ab damit in die Pfanne.
So gab es heute Kiwi-Kohl-Forelle mit Reis (vom Vortag):

2 ganze ausgenommene Forellen und
4 Blätter Blattkohl frisch aus dem Garten, fein nudelig geschnitten in Wasser dünsten
4 Knoblauchzehen fein gehackt, und
½ Teelöffel getrockneter Rosmarin zugeben und fertig garen. Dann die Forellen herausnehmen.
2 Esslöffel Dinkelmehl zufügen und mit dem Sud pürieren.
Mit etwas Zimt,
1 Esslöffel Suppenwürze
ca. 1 Bund Petersilie – ebenfalls Dank der warmen Witterung heute draußen geerntet, fein gewiegt, abschmecken.
5 geschälten und fein blättrig geschnittenen Kiwis zufügen, noch ganz kurz aufkochen lassen.
Die Forellen wieder einlegen und servieren.

Dazu tranken wir Birnenprosecco - ein bisschen Sonntagsluxus muss nämlich auch sein.

Nach diesem genussvollen Mahl gab es als Nachspeise -unglaublich, aber wahr - die Kohlkiwisauce mit Reis. So gut hat es uns geschmeckt. Zweifel? Ausprobieren!

Gutes Gelingen wünschen wir!

Samstag, 31. Dezember 2011

Gesegnetes 2012

Das Gesetz des Segnens....

Heute am letzten Tag des Jahres macht sich wohl jeder Gedanken über das vergangene Jahr. Die meisten Menschen wünschen sich Frieden, insbesondere in der Weihnachtszeit.

Bei vielen Menschen gibt es da einen oder mehrere Menschen, mit denen sie gewisse Antipathien hegen. Ebenso ist bereits vielen bewusst, dass es ungesund - ja sogar selbstzerstörerisch - ist, Ärger und Hass gegen jemand oder etwas zu richten.

Es wäre jetzt zum Jahreswechsel der richtige Zeitpunkt, sich selbst und auch dem Anderen zu verzeihen. Der innere Friede erzeugt auch den äußeren.

Vor ein paar Tagen habe ich mich aufgrund einer etwas angespannten familiären Situation gemeinsam mit meiner Frau auf eine schamanischen Reise begeben. Dabei wurde ich an eine mir schon lange bekannten Technik, nämlich des Segnens, erinnert. Die Wirkung war überragend, soviel sei verraten.

Nun, was ist das Gesetz des Segnens nach meinem Verständnis? Gleich vorweg, sollten jetzt einige Leser an das Segnen eines Priesters denken, so liegt er mal so weit nicht falsch. Falsch ist nur, dass Segnen nicht etwas ist, was nur Priester können. Nein, das Segnen ist für alle da. Jeder kann es. Jeder darf es, und es wirkt für jeden.

Das Gesetz besagt: Wannimmer du jemanden oder etwas ehrlichen Herzens segnest, so ist der Segen augenblicklich wirksam und der oder das Gesegnete m u s s dir zum Segen werden. Was gibt es dabei zu beachten? Der Knackpunkt ist, es muss ehrlichen Herzens sein. Also wenn da jemand ist, den du so richtig von Herzen hasst und du denkst: „Dir werde ich es zeigen, ich segne dich jetzt und dann muss du mir zum Segen werden“, so kannst du deinen Segen gleich vergessen. Es kann sogar soweit gehen, dass es zu einer Art Fluch wird und du musst dem anderen dienen und zum Segen werden.

Allerdings, wenn du dich und dem anderen vorher alles verzeihen, eine neutrale innere Beziehung zu demjenigen aufbauen kannst und du  ihn in dieser neutralen inneren Haltung segnest (das heißt, du musst diesen verhassten Mensch nicht plötzlich lieben, aber es wäre das Optimum), dann funktioniert es trotzdem mit dem Segnen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Vor einigen Jahren arbeitet ich als Leihtechniker bei einer Firma und hatte da einen der Stammmitarbeiter als direkten Vorgesetzten. Dieser Mensch hatte an sich nichts anderes zu tun außer meine Arbeit zu kontrollieren. Mit großer Freude dokumentierte er jeden auch nur noch so kleinen Fehler. Zusätzlich begann er abfällig über mich und meine Arbeit zu reden. Auch vor anderen Kollegen. Eines Tages kamen wir gemeinsam auf eine Baustelle und er befahl mir am Morgen den Kaffee für ihn zu machen und ich musste das gemeinsam genutzte Leihauto zum Waschen bringen.

Wir haben aber auch viel Freizeit miteinander verbracht und natürlich haben wir dabei auch über persönliche Dinge gesprochen. Auch er erzählte aus seinem Privatleben etwas. Es entstand für mich so etwas wie eine Freundschaft. Doch immer wieder zwischendurch kamen von ihm seine Sticheleien und später plauderte er über die privaten Dinge die ich ihm erzählte im Kollegenkreis. Ich fühlte mich nicht mehr wohl und begann eine Aversion gegen meinen vorgesetzten Kollegen zu entwickeln.

Zu dieser Zeit las ich das erste Mal vom Gesetz des Segnens (in einem Buch von Prof. Kurt Tepperwein) und ich beschloss, es bei diesem Kollegen auszuprobieren. In einer Phase in der er wieder etwas netter zu mir war versuchte ich in die innerlich neutrale Position zu gelangen und segnete ihn so gut es ging ehrlichen Herzens. Ich war verblüfft was geschah.

Der Kollege war wie ausgewechselt er fragte sogar jetzt immer ob ich dieses oder jenes machen könnte (im beruflichen Kontext). Es ergab sich sogar, dass er des öfteren bei mir zu Hause mit seiner Frau zu besuch kam. Das bemerkenswerteste war, dass er Vater eines gesunden Sohnes wurde, obwohl er mir mal mitgeteilt hatte er könne wahrscheinlich nicht mehr Vater werden.

Es gab noch einige ähnliche Beispiele. Eine sehr wichtige Sache die ich über die Jahre gelernt habe ist, dass es sehr hilfreich ist vor dem Segnen mit sich und dem Anderen Frieden zu machen. Außerdem kann ich noch erwähnen, dass das Segnen nicht nur bei Lebewesen funktioniert sondern auch Dingen wie Essen, Getränke, Gebrauchsgegenstände aller Art etc. können gesegnet werden und werden dann zum Segen.



In diesem Sinne, warum machst du nicht Frieden mit dem ganzen Universum und segnest es:

"ICH SEGNE DAS GESAMTE UNIVERSUM MIT ALL SEINEN WESENHEITEN IN DIESER UND ALLEN DIMENSIONEN."


             Wir segnen Dich lieber Leser 
         und alle, die durch Dich berührt werden. :-))     
     


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Dienstag, 20. Dezember 2011

Winterzeit– stille Zeit, oder doch nicht?


Grünschnitttransporter
Der Winter naht mit großen Schritten und schon bald haben wir die Sonnwende erreicht. Neben der üblichen „Haus- und Hofarbeit“ nützen wir die Gelegenheit, um Gartenpläne für das kommende Jahr zu machen.
Wenn die Außentemperaturen und das Wetter es erlauben, dann bringen wir zur Zeit nebenbei unseren Garten „in Form“. Ein paar letzte Sträucher wurden noch umgesetzt und – was trotz der Jahreszeit sehr wichtig ist – fleißig gegossen,Wege wurden wieder gangbar gemacht und mit frischem Hächselgut bestreut.

Das Material dafür – sprich Äste – bekamen wir von einem Nachbarn, der einen morschen Baum mit unserer Hilfe fällte. So ersparte er sich das Wegräumen und wir freuten uns über die glückliche Fügung. Wir hatten nämlich schon überlegt, womit wir den Weg vorm Haus wieder trocken legen können.

Ja, und die Hecken werden auch gestutzt, wenn sie in den Weg hineinragen. Die Stauden lassen wir aber bis ins Frühjahr für die Tiere stehen. Ebenso bleibt das Laub direkt unter den Bäumen liegen und wird gleich als Mulch verwendet. So sind auch die Insekten vor uns sicher. ;-)

Nur das Nusslaub haben wir vor einigen Wochen zu Igelhaufen zusammengekehrt. Die munteren Gesellen können so in den gut 1,5 Meter hohen und 2,5 Meter breiten Kegel ihren Winterschlaf verbringen.

Unsere Lieblingspflanze, die Brombeere, die sich das Jahr über ganz schön ausgesäht und vermehrt hat, muss jetzt auch einige Federn lassen. So arbeiten wir uns durch unseren Dschungel. Und wo wir schon mal draußen waren haben wir gleich was fürs Mittagessen gepflückt: Kohlblätter.

So gab es heute eine grasgrüne dicke Kohl-Erdapfelsuppe:
 
Mitten im Kohlwald

Ich hab 2 Esslöffel Dinkelmehl kurz in etwas Fett angeröstet, die Masse mit 2 Hand voll nudelig geschnittene Kohlblätter, 1 kleine Zwiebel,  einer halben kleine Karotte in 1 ½ L Wasser kochen, 1 Ei und 1 Dotter hineinschlagen und püriert, 3 Kardamomkapseln dazu gegeben, 2 rohe Erdäpfel fein gerieben und mitkochen lassen bis sie gar waren. Dann 100g braune fein blättrig geschnittene Champignons, Liebstöckel, Basilikum, Petersilie, Salz und 1 fein gehackte Knoblauchzehe beigefügt und kurz nochmals aufkochen lassen.


Anmerkung: eigentlich waren zwei Eier geplant gewesen, aber "Kleinhundi" - unser Huskymischling - half mir mal wieder beim Kochen. Ich stolperte mit den Eiern in der Hand über ihn drüber und bremste mit einem Ei als Stoßdämpfer im Küchenregal. Dabei entleerte sich das eine Eiklar über ihn, sodass ich ein halbes Ei weniger und er einen Snack mehr hatte. Das nennt man dann gerechte Aufteilung ;-)

Der Blattkohl, ein paar letzte Karotten und alle Süßkartoffeln befinden sich noch im Gemüsebeet. So können wir auch jetzt noch frisches Gemüse von draußen holen. Zumindestens so lange, bis der Boden gefroren ist. Ebenso wächst auch noch der Mangold munter auf dem Hügelbeet weiter und wandert laufend auf unsere Teller. So kann er sich im Frühjahr wieder selbst aussähen, eine praktische Arbeitserleichterung die sich bewährt hat. Der Kohl wird uns noch so wie letztes Jahr bis in den Frühling hinein begleiten und versorgen.

Und dann freuen wir uns schon auf das erste frische Grün. :-)

So gibts für uns immer jede Menge noch zu tun und das trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit.

Dienstag, 22. November 2011

Eulentorte

Das gibts ja nicht, da backe ich einmal nach Rezept - ein absoluter Ausnahmefall - und aus irgendeinem mir unbegreiflichen Grund löst sich der Kuchen nicht vom Blech! Da hat wohl der Ofenmanitu gestreikt ...

Der Kuchen bestand aus: 4 Eiern, mit einem Becher Zucker schaumig gerührt, dann 1 Becher Mehl, 1 Becher geriebene Walnüsse, einem Becher Fertigkakao, 1/2 Becher Öl und 1/2 Packerl Backpulver verrühren und bei 180 °C backen.

Da stehe ich nun mit lauter Kuchenbrocken die oben wie Kekse hart und unten weich sind. Dabei hatte ich geplant, den Kuchen mit Marmelade dazwischen zusammenzuklappen, mit Schoko zu überziehen und auf Töchterchens Wunsch darauf eine selbst gemachte Eule aus Marzipan zu legen.

Nach ein paar Minuten Verzweiflung kam die rettende Idee:  Ich fertigte aus ca. 1/3 L Milch und etwas mehr als 1/2 Packerl Butter, einem Packerl Vanillepuddingpulver, Zucker und Kakao eine Puddingbuttercreme.

Die Kuchenbrocken habe ich auf ca. 3 cm große Stücke zerbrochen und mit der noch heißen Creme in einer halbrunden Schüssel gut vermengt. Anschließend habe ich die Masse in der Schüssel zusammengepresst sodass die Form dicht gefüllt war und die Oberfläche einigermaßen glatt. Das ganze deckte ich ab und stellte es in einen sehr kühlen Raum.

Am nächsten Tag formte ich die Eule und Äste mit Blättern aus ausgewalztem Marzipan, welches ich mit Kakao und ganz wenig grüner Lebensmittelfarbe färbte. Dann wurde die inzwischen feste Halbkugel auf einen großen Teller gekippt, diese ganz zart mit selbst gemachter Himbeermarmelade überzogen und anschließend die Eule samt Äste darauf platziert. Fertig! Und so sah er dann aus:


Eines steht für mich jedenfalls fest: Nach Rezept mache ich so schnell nichts mehr ...

Mittwoch, 2. November 2011

Die letzten Kräuter

für Küche und Teeproduktion haben jetzt endlich den Weg ins Haus gefunden.

Büscheln von Ananas-, Mandarinen- und Honigmelonensalbei und Zitronenverbene, Liebstöckel, kiloweise Petersilie und etwas Schnittsellerie, diverse Minzen, der noch immer blühende Boretsch mit seinen blauen Sternen und sogar noch Estragon, der den ersten Reif gut versteckt in den noch dicht belaubten Raublattastern überlebt hat türmen sich hinter und auf unserem Essplatz.


Wir haben mehrere Kräuterplätze in unserem Garten, deren Standort sich einerseits nach den Bedürfnissen der Pflanzen und andererseits nach unseren eigenen angelegt sind.


Typische Küchenkräuter sind näher am Haus, Heil- und Teepflanzen weiter entfernt.Der Alant streckt seine Blüten mitten im Hof  zum Himmel und erfreut mich jedes Mal, wenn ich aus dem Küchenfenster sehe.
Aber auch die Pflanzen selbst haben da ihr Mitspracherecht.
Wenn sie irgendwo aufgehen und sich wohl fühlen, dann belassen wir sie auch dort.

Zwischen unserem Gemüse werden von uns aber auch Kräuter gesät und die sich ansiedelnden Wildkräuter ebenfalls zwecks Bodendeckung belassen.

Hier rechts seht ihr so ein Mischkulturbeet.

Das Jahr läuft für uns zur Zeit nur so dahin. Bedingt durch das Wetter haben sich viele Außenarbeiten immer mehr verschoben.

Zu bei kaltem Wetter im Regen Gemüse ausgraben oder Grabarbeiten durchführen konnten wir uns bis jetzt nicht durchringen. Es gab ja auch immer noch genug Dinge im Haus, die erledigt werden wollten und noch unsere Jüngste, der auch langweilig war, wenn sie wegen dem Wetter nicht hinaus wollte. So setzten wir uns zusammen, musizierten gemeinsam und spielten Brettspiele.


Aber zurück zu den Kräutern. Wir hatten ja heuer sehr viel Teepflanzen angebaut und fragten uns, wie wir sie trocknen könnten. Die Lösung war, knapp unter der Decke kleine Hacken einzuschrauben und sie darauf büschelweise aufzuhängen.

Andere Heilpflanzen wie z.Bsp. Johanniskraut, Ringelblume, Käspappel und Kornblume oder auch Brennnessel habe ich das ganze Jahr über gesammelt und zum Trocknen aufgelegt.

Deren Weiterverarbeitung folgt dann laufend je nach Bedarf. Jetzt ist unser Essraum begrünt und duftet ganz intensiv. :-)


Thymian und Bohnenkraut jedoch bleiben wie jedes Jahr draußen und werden auch im Winter zum Würzen laufend bei Bedarf geholt. Ein paar wenige stehen jetzt innen am Fensterbrett: Pilzkraut, eine pfeffrig schmeckende Strauchbasilikumart, deren Name mir leider abhanden gekommen ist, Lorbeer und Zitronenverbene werden im Haus überwintern. Zusätzlich werden wir auch wieder Kresse für Butterbrot im Kisterl anbauen.

Auf diese Weise kann auch jeder Stadtmensch sich selbst mit frischen Gewürzen versorgen.
Auch Rosmarien gedeiht gut im Blumentopf am Fensterbrett und schmeckt viel besser als gekaufter getrockneter. Ich selbst praktizierte das auch schon als Jugendliche, weil ich wissen wollte, was man so alles am Fensterbrett hochziehen kann. So pflanzte ich auch Paradeiser zur Gelsenabwehr in Töpfe, die ich ans Fenster stellte. Ich hab mich dann wie ein kleines Kind über Weihnachten gefreut, als sie dann auch noch Früchte trugen. Entdecke die Möglichkeiten ... :-)

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Dienstag, 1. November 2011

Allerheiligengebäck

Für Allerheiligen haben wir heuer beschlossen, unser Gebäck selbst herzustellen. Fürs Frühstück, für das Patenkind und für die Schwiegermama zum Geburtstag haben wir kleine Kunstwerke aus Hefeteig gezaubert.

Mensch nehme:
1kg Mehl
60g Hefe
1/4l Ziegenmilch
1 Tl Salz
200g Zucker
3 Eier
100g Butter
 
Das Mehl habe ich in eine Schüssel gegeben, eine Mulde gemacht und dort die frische Hefe hineingebröselt. Vorsichtig habe ich die Milch in der Mitte eingerührt.

Dann streute ich den Zucker und das Salz über die Masse, schlug zwei Eier hinein und verknetete alles. Stückchenweise arbeitete ich die Butter ein.

Als das Ganze eine geschmeidige, sich gut vom Gefäß lösende und glänzende Masse war deckte ich die Schüssel für zwei Stunden zum Gehen zu und stellte sie in ein warmes Zimmer. Nach ablauf der Zeit - die Masse hatte sich inzwischen im Volumen gut verdoppelt - knetete ich sie kurz nochmals durch und wir formten verschiedenerlei Gebäckstücke.

Das Ei versprudelte ich in einer Schale, bestrich damit unsere Kunstwerke, bestreute sie teilweise mit Zuckerherzen und ab ging es ins Rohr, wo sie bei 220°C  gebacken wurden.

Nach ca. 15 Minuten bestrich ich sie nochmals. Als sie goldbraun waren, nahm ich sie heraus und fertig war sie.

So gab es bei uns Schnecken, Spiralen, Zöpfe und Brezel unser Frühstück für den nächsten Tag. Sie schmeckten echt super.

Leider ist uns dann ein Missgeschick passiert. Eine Tür wurde offen gelassen und die Geschenke für Patenkind und Schwiegermama landeten teilweise im Magen unseres Hundes. So brachten wir neben anderen Geschenken leider nur ein Foto von den geplanten Köstlichkeiten mit.


Manchmal läuft eben alles anders als man denkt. Trotzdem alle dem war es eine schöne Familienfeier ;-)


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Sonntag, 30. Oktober 2011

Über die Vielfalt der Bohnen

Als kleines Kind – als ich noch meinem Vater beim Gemüseanbau half – gab es für mich 2 Arten von Bohnen, die Stangenbohnen und die Fisolen.
Alles, was sich an den Schnüren rund um die eingeschlagenen Stangen empor wand, war außen grün und innen weiß und die bodendeckenden innen braun und außen grün. 

Die Samen der Bohnen bewahrten wir immer in Gläsern auf und so konnte ich sie immer gut unterscheiden.

Wie erstaunt war ich als Jugendliche als ich das erste Mal Wachtelbohnen sah. "Wo wachsen denn die denn?", dachte ich.

Bis heute bauen wir jedes Jahr dieses Gemüse an. Den Sommer über haben wir immer wieder Fisolen frisch vom Garten genossen.

Heute haben wir die letzten Schoten eingebracht. Die letzten knackigen wandern in die Tiefkühltruhe. 

Aus den anderen lösen wir ihren bunten Inhalt heraus, um ihn anschließend zum Trocknen aufzulegen. Ein Farbenspiel aus aller Welt wandert in die Schüssel: violett marmorierte Forellenbohnen, nepalesische Hochlandbohnen in schokobraun, mittelbraun und gelb,  violett-schwarze Käferbohnen, riesige rosa Prunkbohnen, weiße Butterbohnen, braun-weiß gefleckte Kalkalpenbohnen und  verschiedenste Kreuzungen wie unsere Mobi Dick´s – eine selbstproduzierte Kreuzung in schwarz und weiß, die sehen wie ein Orca aus – und noch einige Buschbohnen wie zum Beispiel Borlotti rosso, welche rot-weiß gesprenkelte Schoten und Bohnen haben sind. Auch Monstranzbohnen haben sich eingekreuzt.

Für uns haben die Stangenbohnen einen doppelten Nutzen: Erstens als Nahrung und zweitens zur Begrünung von Zäunen bzw. Sichtschutz und Schattenspender, der obendrein wunderschön blüht.

Die Buschbohnen dagegen eignen sich hervorragende zum Beschatten des Bodens und somit zum feucht Halten des Bodens als Mischkultur. Dadurch entfällt allzu häufiges Gießen. Auf diese Art und Weise hatten wir heuer sämtliche Beete bepflanzt. Abwechselnd Flach- und Tiefwurzler, dazwischen rekelten sich reichlich Beikräuter zum Licht, welch den Weg zu unseren Haustieren, bzw. in unseren Kochtopf fanden.


Nun liegt unsere Ernte erst mal ein paar Tage im Wohnzimmer auf Tüchern zum Trocknen aufgelegt. Ein Teil wandert dann wieder in die Samenschachteln und den Rest werden wir während der kalten Jahreszeit genießen und auch zum Basteln verwenden. Ach ja – übrigens, Wachtelbohnen haben wir noch immer nicht ;-)

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